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vor 64 Jahren

BU666 - 2009-08-07 12:26:37 Uhr

Hiroshima , ein Picdump , harte Fotos , aber wegsehen gilt nicht!


Re: vor 64 Jahren

BU666 - 2009-08-07 12:29:26 Uhr

und nochn paar bilder von gestern http://www.sacbee.com/static/weblogs/photos/2009/08/hiroshima-64th-anniversary-of.html#more


Re: vor 64 Jahren

maddox - 2009-08-07 13:41:41 Uhr

danke dafür ... ich sitz hier grad mit richtig Gänsehaut ... war damals 2004 in Hiroshima, incl. besuch vom Friedensmuseum, verdammt harte Nummer das alles dort zusehen. Aber ein besuch der sich auf jeden fall lohnt !! Du steigst dort aus der Bahn aus, siehst das Mahnmal (Atomic Bomb Dome : http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/hiroshima_08_05/h29_19773763.jpg UND http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/hiroshima_08_05/h35_01.jpg) und hat so ein ganz ganz mieses beklemmendes Gefühl. Als kontrast Programm sind dort echt viele Leute unterwegs, Picknick im Park etc. Mir echt grad ganz anders zumute ...


Re: vor 64 Jahren

KleinRuh - 2009-08-07 15:58:41 Uhr

kann mich da nur mad anschließen. dort zu stehen..im Friedenspark mit dem Atomic Bomb Dome.. und zu wissen, was da vor Jahren war..ein ganz ganz komisches Gefühl. Dann der Besuch im Friedensmuseum...echt hartes Brot. Hatte mich gewundert, warum am Ende des Rundgangs Stühle stehen..naja, als ich durch war, wusste ich warum. Ich musste mich auch erstmal setzen und alles sacken lassen - ich fand das da so heftig, dass mir die Tränen kamen. Aber ich kann es nur empfehlen: Falls ihr mal nach Japan solltet - unbedingt den Friedenspark besuchen!


Re: vor 64 Jahren

KleinRuh - 2009-08-07 16:03:13 Uhr

Falls sich jemand fragt, was die ganzen Origami-Kraniche in BU's Picdumg bedeuten "In Japan ist der Kranich ein Symbol des Glücks der Langlebigkeit. Nach alter japanischer Legende bekommt derjenige, der 1000 Origami-Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt. Noch heute wird zu besonderen Anlässen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, ein gefalteter Papierkranich überreicht. Seit dem Tode des Atombombenopfers Sadako Sasaki, die mit dem Falten von Origami-Kranichen gegen ihre durch die Strahlung verursachte Leukämie-Erkrankung ankämpfte, sind Origami-Kraniche auch Symbol der Friedensbewegung und des Widerstandes gegen Atomwaffen." Quelle: Wiki Ich wusste zwar, dass die was zu bedeuten haben, aber nicht mehr 100%ig genau. Ich hab früher auch fleißig Kraniche gefaltet :-)


Re: vor 64 Jahren

dieJulia83 - 2009-08-07 20:29:25 Uhr

Vielen Dank für die Fotos und die Erfahrungsberichte über das Friedensmuseum und Atomic Bomb Dome. Die Bilder lassen einen zusammen sacken. Wie ist es erst wenn man in unmittelbarer Nähe eines Mahnmals ist? Ich war noch nie dort aber ich kenne dieses schreckliche Gefühl von Atemnot, wenn sich der Magen umdreht, wenn die Trauer in jedem Raum zu spüren ist...Es ist einfach nur grausam und unbeschreiblich, was da gerade in einem vorgeht. Das alles hier erinnert mich gerade an meinem Besuch, vor ca. 6/7 Jahren in Erfurt. Ich besuchte einen Freund. Wir gingen gemeinsam in die Gedänkstätte Buchenwald. http://www.buchenwald.de/ Die Idee war für mich nicht die tollste, schon mit nem unwohlen Gefühl bin ich dort hingegangen. Aber ich denke es ist ein Besuch wert obwohl es nicht einfach ist. Die ganzen Eindrücke, das Gelände ansich, der anliegende Wald, die Gebäude, die Gerüche, die trauernden Menschen dort... http://www.buchenwald.de/fotoausstellung/ausstellung_de/ Das alles konnte ich ganz schwer verarbeiten. Man ist wie gelähmt von dem Schiksal der Menschen, die ihre Liebsten dort verloren haben... aber doch, erst an einem Mahnmal erkennt man oder sieht man erst das ganze Ausmass unserer Geschichte. Und die Erfahrung sollte man auf jeden Fall machen.


Re: vor 64 Jahren

dieJulia83 - 2009-08-07 20:58:48 Uhr

sorry..es sollte natürlich Gedenkstätte heissen!


Re: vor 64 Jahren

BU666 - 2009-08-07 22:20:01 Uhr

danke für die info!


Re: vor 64 Jahren

melanom - 2009-08-07 22:29:43 Uhr

danke


Re: vor 64 Jahren

extremehard - 2009-08-07 23:00:03 Uhr

Beeindruckende Bilder! Wie sieht das heute nach 64 Jahren eigentlich mit der Strahlung aus? Ich finde es erstaunlich dass dort wieder Menschen leben und arbeiten.


Re: vor 64 Jahren

Beezle - 2009-08-08 10:24:02 Uhr

Danke dafür!


Re: vor 64 Jahren

Beezle - 2009-08-08 10:27:04 Uhr

Das sagt WIKI zur Heutigen Strahlenbelastung: Die Strahlenbelastung ist heute nicht über dem Niveau der gewöhnlichen Hintergrundstrahlung (natürliche Radioaktivität) und somit nicht höher als in anderen Gebieten der Erde.[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Hiroshima


Re: vor 64 Jahren

deathcore - 2009-08-10 01:50:00 Uhr

Dazu muss man sagen dass die Bomben von Hiroshima und Nagasaki sogar kleiner waren als das was jahrzehntelang in Deutschland gelagert wurde. Das was während der letzten Jahre des kalten Krieges zum Einsatz gekommen wäre hätte nicht nur was die Sprengkraft angeht enorm grössere Auswirkungen, auch die Strahlung wäre grösser und langlebiger, da, je grösser Ground Zero, um so geringer die bereinigende Wirkung von Wind und Niederschlag, umso mehr strahlende Partikel und umso mehr verstrahltes Gelände. So gesehen ist es anbetracht der historischen Unvermeidbarkeit der Entwicklung dieser Waffen perverserweise ein Glücksfall dass das historische Ereignis das zum Abwurf führte nicht später kam, bzw. die Entwicklung der Bombe nicht früher. bereits 2 Jahre später waren Sprengkraft und Arsenale ungleich grösser, 10 Jahre später hätte es für eine Gefährdung aller urban belebten Regionen gereicht, 15 Jahre später war man in der Lage jedes Ziel zu treffen und nichtmal 5 Jahre danach hatte man den mehrfachen Overkill erreicht und auf allen Seiten selbst die Hosen vollgeschissen weil damals die Chancen 80/20 standen dass der kalte Krieg heiss wird, und das nicht durch konventionelle Waffen. In diesem Zusammenhang sollte nochmal daran erinnert werden wecher Segen der mauerfall für uns alle wirklich war. Jeder Deutsche sollte froh sein lieber arbeitslos, dem Kapitalismus ausgeliefert oder Soli-zahlend zu sein, anstatt verdampft in einer thermonuklearen Explosion, im besten Falle - denn sowas überleben ist kein wirkliches Glück! Die Folgen der Einheit kann man in den Griff bekommen, eine Fortsetzung des kalten Krieges wäre ein Ritt auf Messers Schneide geworden, jeden Tag ein wenig mehr.


Re: vor 64 Jahren

Aikido-ka - 2009-08-13 01:01:37 Uhr

Größter terroistischer Anschlag aller Zeiten und absolut überflüssig und nicht wirklich kriegsentscheidend. Japan sah damals in etwa so aus wie Deutschland ausgebombt und ausgebrannt. Japanische Flugzeuge aus Holz, die mit Kirschkernöl angetrieben wurden waren ja noch eine so große Bedrohung gewesen, dass sie den Einsatz der Bombe(n) notwendig gemacht haben.


Re: vor 64 Jahren

deathcore - 2009-08-13 22:21:14 Uhr

Man brauchte einen Test und realen Bedingungen - der Verdacht besteht seit 1945.


Re: vor 64 Jahren

deathcore - 2009-08-14 16:09:29 Uhr

und = unter. aber ick mack mich.


Re: vor 64 Jahren

melanom - 2009-08-15 11:55:43 Uhr

"Größter terroistischer Anschlag aller Zeiten"...schön gesagt


Re: vor 64 Jahren

melanom - 2009-08-15 11:56:09 Uhr

immerhin ;-PPPPP


Re: vor 64 Jahren

maddox - 2009-08-17 00:09:34 Uhr

angeblich war es die Vergeltung für Pearl Habour, ansonten hätte es auch Deutschöand treffen können, war ebenfalls im Gespräch ..


Re: vor 64 Jahren

Kahless - 2009-08-17 21:08:25 Uhr

Hätte nicht nur, die Bombe war ursprünglich für Deutschland geplant. Nur hatte Deutschland bereits kapituliert, als sie fertig war. Ansonsten wäre wahrscheinlich Ludwigshafen/Mannheim eins der Ziele geworden.


Re: vor 64 Jahren

deathcore - 2009-08-19 12:14:50 Uhr

naja wer mal in mannheim war wird sagen "hätten die doch mal..." xD spass beiseite. deutschland wäre die noch bessere testbedingung gewesen. mittelkontinental, kein wesentliches meer in der nähe und hauptwindrichtung landwärts. man hätte die langzeitfolgen der strahlung perfekt studieren können, aber vor allem daraus viel besser taktische anwendungsszenarien entwickeln können. womöglich wäre dadurch die entwicklung taktischer nuklearwaffen viel weiter vorangeschritten. das hätte natürlich die einsatzhemmschwelle weiter reduziert.





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