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Piercings in PflegeberufenDie_sas - 2009-06-07 16:48:09 Uhr
Hey ich wollte mal fragen ob sich jmd in einem Pflegeberuf aufhält
Ich selber fange meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Oktober an. Ich besitze ein Septum, ein Zungenpiercing und seit neuestem ein Madonna Piercing.Ich muss dazu sagen das ich beim Vorstellungsgespräch mein Septum rein gedreht habe, ich noch kein Madonna besaß und ich eine schwarze Zungenpiercingkugel besitze, so das ich scheinbar ungepierct aussah.
Allerdings, hatte ich auf meinem Bewerbungsfoto noch 2 große Nasenringe (die ich jetzt aufgrund Septum entfernt habe)
Wie ist das bei euch so? Sind Piercings an eurem arbeitsplatz erlaubt?
ich denke es ist nicht gerne gesehen, aufgrund der Toleranz einiger menschen (patienten) und ich habe bald eine Untersuchung und überlege einen Platzhalter für mein Madonna einzusetzten..ich möchte meine Stelle nicht auf Spiel setzen.
Greift das Verbot für Piercings ins Persöhnlichkeitsrecht ein? Bei einem gut abgeheilten Stichkanal dürfte keine Möglichkeit der infektion mehr bestehen oder?
Allerdings sind die Hygienemaßnahmen sehr streng den Eheringe zb muss man auch ablegen.
lg
Re: Piercings in PflegeberufenMrs_Murder - 2009-06-07 16:59:20 Uhr
ich arbeite zwar nicht im pfelegebereich, aber ich denke, es ist einfach nur eine "vorsorge" des chefs, zu sagen: "nimm die piercings raus" stell dir mal vor, irgendein patient, nicht wirklich im guten zustand, schlaegt dir versehentlich ins gesicht und reisst dir am madonna!
ausserdem, wie du schon selbst sagtest: viele aeltere menschen, haben einfach kein verstaendnis dafuer. wobei ich finde, ein madonna (denn septum reindrehen, ist ja wie nicht gepierct^^) ist nicht wirklich gesellschafts-untauglich. viele maedchen haben das und arbeiten in klamotten-laeden. sprich mit deinem chef, noch bevor die ausbildung angeht, was er dazu sagt.
Re: Piercings in PflegeberufenDie_sas - 2009-06-07 17:51:36 Uhr
oha an den verletzungs aspekt habe ich noch garnicht gedacht..ich hab immer nur von hygiene oder Infektionsgefahr gelesen..
ich frage dann mal wenn meine Untersuchung ist oder ruf an
Re: Piercings in Pflegeberufendarkmagenta - 2009-06-07 18:44:36 Uhr
Frag nach!
Ich selbst habe im April die gleiche Ausbildung angefangen und bei uns im KH ist das okay, viele Schüler und Examinierte haben Labret-, Nostril- und/oder Madonnapiercings... meist halt in Steckerform, um es dezenter zu machen.
Das Septum kannste ja auch während der Arbeit reindrehen. Und das ZP ist ja das "Ungefährlichste" und Dezenteste.
Re: Piercings in Pflegeberufenlene23 - 2009-06-07 19:02:21 Uhr
Hi,
eine Freundin von mir ist Altenpflegerin und hat dort keinerlei Probleme mit ihrem mittigem Labret. Viele Bewohner sprechen sie auch auf das "schöne Piercing" an.
Ich fahre im Rettungsdienst, und muss ehrlich sagen, dass mich meine Piercings (3 Labrets) dort gestört hätten. Es passiert schnell, mal einen drauf zu bekommen, oder auf ner hektischen Fahrt vom Kollegen nen Ellenbogen ins Gesicht zu bekommen. Während meiner Praktika in der Klinik, sind mir einige Pfleger(innen) mit Piercings begegnet, wobei ich tendenziell sagen würde, dass das auch eher Chefsache ist.
Grüße
Re: Piercings in Pflegeberufenandycandy - 2009-06-07 19:29:00 Uhr
Also ich hab im April die Ausbildung angefangen und bei uns sind sichtbare Piercings verboten ....entweder abkleben oder raus.....am Ohr kleine Ohrstecker dürfen bleiben auch mein tragus durfte ich behalten......Zungenpiercing is auch Okaay weil se meinten sieht man ja nich.....bei uns is das n Kündigungsgrund ...
Lg Andrea
Re: Piercings in PflegeberufenFrozenTeardrop - 2009-06-07 19:29:22 Uhr
Hallo,
ich arbeite jetzt nicht direkt im KH oder so. Ich arbeite in der Kindertageseinrichtung.
Ich muss beim arbeiten mein Labret rausnehmen.
1. wegen der Vorbildfunktion und
2. wegen der Unfallgefahr
Meine Klassenkameradinnen/kameraden dürfen alle ihre Piercings drin lassen.
Es hängt immer vom Chef oder vom Träger ab ob man die Piercings drin lassen darf oder nicht.
Da der Stichkanal bei mir sehr schnell zuwächst habe ich mir einen unsichtbaren "Platzhalter" geholt. Ein Teflonstecker ohne Aufsatz. Hab den mir vom Piercer passend abschneiden lassen sodass er nicht sichtbar ist aber dennoch vom äußeren Gewebe gehalten wird. Das kannst dann bei deinem Madonna auch so machen. Is praktisch. Darfst halt nicht die ganze Zeit drauf rumbeißen sonst hasts im Mund.
Ich werde nur ab und zu von den Kindern angesprochen was ich denn da für n Loch hab aber ich denk mir nichts dabei und sags wies is. Einige Mütter haben ja auch eines.
-> Erkundige dich bei deinem Chef ;) Oder du klappst dein Septum immer hoch und hast immer den "Platzhalter" drin sodass eigtl. niemand meckern wird.
Re: Piercings in PflegeberufenTatze-1 - 2009-06-07 19:56:32 Uhr
Es gibt da ein Forum in Deinem zukünftigen Arbeitsbereich, wo auch das Thema Piercing & Tattoo ausgiebigst diskutiert wird:
http://www.krankenschwester.de/forum/
Einfach mal die Suchfunktion nutzen und laaaaange Diskussionen durchlesen. Von der Hygiene- und Arbeitssicherheitsvorschrift her sind Schmuck und Uhren im Hand-, Arm- und Gesichtsbereich verboten. Zum einen wegen der Hygiene, zum anderen gibt es tatsächlich die Gefahr, wenn ein Patient umgelagert wird, daß er versehentlich auch ins Gesicht greift und Schmuck ausreißen kann. Es scheint aber von Krankenhaus zu Krankenhaus diese Schmuckregel mehr oder weniger lax gehandhabt zu werden - bis was passiert.
Re: Piercings in PflegeberufenMiSfiTs - 2009-06-07 20:44:04 Uhr
Also ich bin in der Ausbildung zur Krankenpflegerin und habe ein Septum und gedehnte Lobes (16mm). Das Septum habe ich am Anfang immer hochgeklappt und ins Lobe "unauffällige" Plugs reingetan. Das wäre auch eigentlich die richtige Methode, weil uns natürlich auch eingetrichtert wurde, dass sämtliche Piercings verboten sind, allein schon wegen der Hygiene.
Mittlerweile lass ich mein Septum unten und was in den Lobrs drin ist, ist auch total wurscht. Es stört niemanden. Das einzige, was etwas riskant ist, ist, dass man immer auf der Hut sein muss vor der Pflegedienstleitung. Wenn die das sieht, gibt's 'ne Abmahnung, aber wie gesagt, sonst stört es keinen. Habe auch noch keine schlechte Erfahrung gemacht mit Patienten. Die meisten sagen nichts und manche sind eher interessiert. Und solange man sein Piercing auch ordentlich sauber macht, ist es auch keine Keimschleuder. Ich desinfizier es nach der Arbeit immer (mach ich einfach zusammen mit meinen Händen).
Lg
Re: Piercings in PflegeberufenDie_Brit - 2009-06-07 22:36:23 Uhr
Also zunächst kann ich nur sagen, dass es (entschuldige bitte, is nich böse gemeint) es sehr dumm ist, nicht einfach beim Gespräch zu fragen ob sowas erlaubt wird. Ich mache eine Ausbildung zur Heilerziehungspföegerin(Behindertenheim) und dort wird es zwar nicht sehr gern gesehn aber ich muss nix rausnehmen, als ich mein Praktikum im Altenheim gemacht habe war das auch kein Problem außer dass ich als Labret stecker tragen musste, was ich sowieso immer mache. Ringe wären nicht erlaubt, das sich widerspricht weil ich Tunnel habe. Also, es ist sehr unterschiedlich, deshalb frag am besten einfach immer nach. Du ersparst dir wertvolle Gedanken;) In sozialen Berufen wird meist sehr lässig damit umgegangen. Lg Brit
Re: Piercings in PflegeberufenPainarella - 2009-06-07 23:17:18 Uhr
Wo fängst du denn ab Oktober an ?
Ich selbst bin derzeit im 1. Lehrjahr (ab Oktober im 2.). Bei uns ist es generell bei den älteren Examinierten nicht gern gesehen, aber zumindest Sachen an den Ohren können sie nicht verbieten. Sofern nichts runterhängt was durch einen Pat. rausgerissen werden könnte zumindest.
Im Gesicht wurde uns gesagt das es untersagt ist, allerdings habe ich mehrere in meiner Klasse und auch in den oberen Kursen die Nasenringe tragen oder einen Ring in der Lippe haben und bisher hatten sie keine Probleme damit.
Ich würde mich am Besten bei der Schulleitung informieren. Auf meiner ersten Station wurde ich gleich von der Stationsschwester dumm angemacht ob mir nicht gesagt wurde das ich keine Piercings haben darf und da ich vorher nachfragte und es besser wusste war das dann schnell erledigt.
Das wurde zwar nicht gefragt, aber Tattoos z.B. sind auch sichtbar erlaubt was ich persönlich klasse finde.
Hoffe du wirst dich in deiner Ausbildung wohl fühlen,
Lg
Re: Piercings in PflegeberufenFrozenTeardrop - 2009-06-08 00:47:09 Uhr
es sehr dumm ist, nicht einfach beim Gespräch zu fragen
Das sehe ich anders.. weil es bestimmt Arbeitgeber gibt die sich dann von Anfang an denken: "Oje, so eine stell ich nicht ein." Und ich hab auch schon oft von Arbeitgebern (andere Berufszweige zwar) gehört dass das mit dem Piercing ein Problem ist. Hauptsächlich im Einzelhandel aber du hast ja im KH usw. auch viel mit Leuten zu tun die damit eine Problem haben könnten.. meiner Erfahrung nach bei älteren Leuten.. usw.
Re: Piercings in Pflegeberufenmainzel - 2009-06-08 01:09:04 Uhr
ich mach mal den buhmann - alle bereich die ungeschützt dem patienten exponiert sind, sollten ein no-no sein: stichwort mrsa, nur als beispiel
Re: Piercings in PflegeberufenRedTears - 2009-06-08 02:32:37 Uhr
also ich habe gerade ein 9 monatiges praktikum in einem sozialtherapeutischen wohnheim für psychisch kranke erwachsene hinter mir.. wobei ich sagen muss, dass das arbeitsverhältnis da echt total locker war.. ich konnte tatsächlich meine piercings (snakebites - schwarze ringe und augenbrauenpiercing - schwarze stacheln) drin lassen
hatte auch diverse vorstellungsgepräche in letzter zeit, da ich im august wieder eine ausbildung auf dem bereich anfangen will (hatte im gespräch die ringe jedoch nicht drin und die stacheln durch kugeln ersetzt)
ich hab mich jetzt für die arbeit in einem spital bereich (psycho)somatik entschieden und auch gefragt wie dass mit piercings ist.. mir wurde gesagt, dass das kein problem sei- nur halt in dezenter form, sprich: kleine kügelchen
muss aber sagen, dass ich stecker in der lippe nicht wirklich mag und von dem her auch lieber jeden tag die ringe rausnehme - habe halt eben das problem mit dem zuwachsen nicht wirklich da ich die snakebites wohl schon über 4 jahre habe..
das augenbrauenpiercing werde ich jedoch garantiert drin lassen halt einfach mit kugeln(grösse 3 kein problem)
Re: Piercings in Pflegeberufenstina_lina90 - 2009-06-08 10:20:02 Uhr
Hallo, also ich arbeite ebenfalls in einem Krankenhaus und da stört es überhaupt nicht ein Piercing zu tragen, sogar das Examinierte Pflegepersonal tragen des öfteren Piercings. Ich selber habe ein Lippenbändchen- Zungen- und Nasenpiercing, in der Schule wird zwar immer wieder gesagt das es verboten ist wegen Hygiene, Verletzungsgefahr und Toleranz der Pat. aber im Krankenhaus sagt denn niemand mehr was dazu. Im Moment arbeite ich in der Kinderpsychiatrie und da trage ich sogar ein Ring in der Nase. Und noch mal zu dem Ehering, den lassen eigentlich alle Schwestern und Pfleger dran. Lg
Re: Piercings in PflegeberufenDie_sas - 2009-06-08 14:17:05 Uhr
alsom erstmal vielen lieben dank für die antworten. ich muss mich korrigeren ich meinte nicht Madonna sondern Medusa *depp* aber das spielt ja keine rolle ob labret rechts links oder mitte ;)
ja, ich denke auch das es da keine probleme geben dürfte, aber ich überlege selbst wenn ichs behalten dürfte ob ich das risiko eingehen möchte. ein schlag von einem verwirrten patienten klingt nicht gerade verlockend...
ich frage mal die Oberärztin, die muss ja wissen ob die Azubis mit schmuck rumrennen oder nicht, denn ich trau mich wirklich nicht die pflegeleitung zufragen...wenn die jetz nen shclechten eindruck von mir bekommen..
ohje
in dem forum habe ich bereits gelesen ;).
Re: Piercings in Pflegeberufenneedlewitch - 2009-06-08 15:54:50 Uhr
die juristische Lage ist eigentlich wesentlich klarer als man es aufgrund der total unterschiedlichen Handhabung vermuten könnte.
http://www.dgkh.de/informationen/fachinformationen/177
""Die Technische Regel Biologische Arbeitsstoffe 250 (TRBA 250), die als Verordnung des Bundesarbeitsministeriums quasi Gesetzeskraft hat, schreibt dazu in Punkt 4.1.2.6:
„Bei Tätigkeiten, die eine hygienische Händedesinfektion erfordern, dürfen an Händen und Unterarmen keine Schmuckstücke, Uhren und Eheringe getragen werden. Derartige Gegenstände können die Wirksamkeit der Händedesinfektion vermindern.“"
Gesichtspiercings und Tattoos sind eigentlich egal, das liegt in der Anordnungsfreiheit des einzelnen Arbeitgebers.
Die TRBA 250 stellt allerdings Mindestanforderungen die nicht unterschritten werden dürfen (auch wenn das oft geschieht).
Re: Piercings in PflegeberufenPainarella - 2009-06-08 18:38:45 Uhr
zu dem MRSA Punkt: MRSA ist generell in der Form ansteckend, dass das Pflegepersonal oder Besuch in einen Schutzkittel, Handschuhe und Mund-/Nasenschutz tragen muss, ggf. je nach Grad der Infektion auch eine Kopfhaube.
Somit wären die meisten Piercings schonmal bedeckt.
Hatte ich schon (als Pat.), war kein Problem.
Und rausgerissen hat mir bisher auch noch keiner was, allerdings hörte ich mal von einer KS die, gegen die Vorschrift, eine Creole im Ohrläppchen trug (selbst schuld) welche dann natürlich von einem Patienten heraus gerissen wurde (man kann sich daran ja so herrlich gut festhalten).
Aber wer hält sich schon an einem Stecker fest ? Also es besteht keine Gefahr das dir einer das Medusa raus reisst ;-)
Zu dem das manche Examinierte Eheringe (oder Armbanduhren -> verboten!!!) tragen muss ich sagen: Man muss sich ja nicht alles abgucken, sofern man es besser weiss. Mein Gesicht muss ich mir in der Arbeit nicht desinfizieren also stören Piercings auch nicht, meine Hände und Unterarme allerdings schon, da sie mit Patienten in direkten Kontakt kommen, daher finde ich Ringe oder Uhren zu tragen im KH unverantwortlich. So kommen Infektionen zustande..
Re: Piercings in Pflegeberufenflambierte_Frau - 2009-06-08 20:36:44 Uhr
also ich mach meine ausbildung zur kinderkrankenschwester seit oktober letzten jahres. ich hab in meinem krankenhaus keine probleme damit und auch mein tattoo am unterarm wird toleriert. ich kenne aber auch schulen bzw krankenhäuser die das nicht tolerieren. ich würde an deiner stelle mal nachfragen. wenn du die stelle nicht verlieren willst, wie du sagtest, dann müsstest du auch bereit sein, die piercings zu entfernen bzw "unauffällig" machen.
und mal ganz ehrlich von wegen an piercings reißen und so... wenn dann würden das nur verwirrte und kinder tun und mal ehrlich, wer lässt sich denn von nem patienten im gesicht rumgrabbschen? also ich nicht. von daher... muss man halt ein bisschen aufpassen.
auf der station wo ich im moment arbeite habe ich auch viele ältere patienten und die sprechen mich immer auf meine tattoos und piercings an und fragen wieso und warum und ob das nich weh tat. hab für mein tattoo auch schon lob bekommen. also die meisten reagieren da voll cool und sind auch eher interessiert daran. hätte auch nicht gedacht, dass die so tolerant sind. freut mich natürlich sehr :)
Re: Piercings in PflegeberufenPainarella - 2009-06-08 21:02:38 Uhr
und mal ganz ehrlich von wegen an piercings reißen und so... wenn dann würden das nur verwirrte und kinder tun
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
das ist leider nicht ganz richtig. Wird es einem Patienten schwindelig oder ist er unsicher auf den Beinen und hat das Gefühl stürzen zu können greift er (das ist normal) nach allem was ihm in die Finger kommt. Ich denke nicht das Patienten mit Absicht Piercings heraus reissen, sowas passiert aus Versehen. Gerade mit an den Ohren baumelnden großen Ohrringen, daher lieber auf die Vorschriften hören und die Ohrläppchen bleiben gesund :-)
Re: Piercings in Pflegeberufenflambierte_Frau - 2009-06-09 17:00:15 Uhr
sicher greifen die nach allem und mir sind auch schon patienten kollabiert oder denen is schwindelig geworden, aber mir hat noch nie jemand ins gesicht gegriffen um sich festzuhalten. mal ehrlich...
Re: Piercings in PflegeberufenSumi - 2009-06-09 17:07:55 Uhr
im Eifer des Gefechts kann man aber auch um sich schlagen bei der Suche nach Halt und ich glaub n Schlag gegen die Lippe mit Titanstecker ist alles andere als angenehm, kann mir vorstellen, dass das ernsthafte Verletzungen nach sich ziehen kann...
Re: Piercings in PflegeberufenBryterLayter - 2009-06-09 17:09:10 Uhr
Du wirst die ersten paar Tage vermutlich ohnehin in der Krankenpflegeschule verbringen. Dort wird man euch sicherlich aufklären, wie es im Betrieb gehandhabt wird.
Bei uns war es so, dass Nasenstecker etc. erlaubt waren. Auffällige, große Ringe hingegen nicht. Da ist dann wohl die Gefahr zu groß, dass demente Patienten dran ziehen o.ä.
Re: Piercings in PflegeberufenAlias1990 - 2009-06-09 19:25:52 Uhr
Hab n Praktikum im Krankenhaus gemacht. Gibt wohl ein neues Recht bzw. Gesetz, das Pflegepersonal und Ärzte Piercings tragen dürfen (kann aber irgendwie von den Vorgesetzten limitiert werden). Ich durfte meine 10mm Tunnel also tragen und Septum auch.
Re: Piercings in Pflegeberufendutiger - 2009-06-09 21:43:38 Uhr
hey...
Ich bin Ergotherapeutin und hab schon in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet... Und ich muss sagen die Patienten die ich hatte waren eher an den Piercings interessiert. Sie wollten wissen wie das funktioniert und was das für Schmuck ist und wie lange es heilt. Da waren eher die Kolegen gegen die Piercings...
Re: Piercings in PflegeberufenDie_sas - 2009-06-10 13:07:10 Uhr
also ich mein praktikum absovliert hatte, wurde ich auf meinen damaligen 2 Nasenringe auch angesprochen..
Naja.. ich bin zuversichtlich. wenns nich is,mach ich halt raus.
ich habe eher angst bvor den abschätzigen blicken des anderen pflegepersonals. bei meinem praktikum wollten sie mir in meiner Bewertung die ich brauchte in Punkto Hygiene und gepflegtheit abzüge geben "sie hat doch 2 Nasenringe"
nicht sehr tollerant. piercings- gleich assi?
niemals..
Re: Piercings in PflegeberufenBinefine - 2009-06-10 14:19:14 Uhr
Hi,
manche Krankenhäuser haben Dienstanweisungen was das Tragen von Schmuck/ Piercings betrifft. Das wird aber dann auch in der KPS besprochen.
Bei den Einsätzen auf Station kommt es dann auf die lieben Kollegen an. Auf einigen wird es keine Probleme geben, auf anderen wahrscheinlich schon Mal.Kommt da meistens auf die Leitungen an, wie weltoffen und tolerant die sind. Wünsche dir viel Glück und Spaß bei deiner Ausbildung.
Re: Piercings in Pflegeberufengrind_heart_massacre - 2009-06-10 14:59:40 Uhr
ich werde bald mein 2. jahr in der psychiatrie starten und habe bisher keine größeren probleme bezüglich der piercings gehabt.
auf der einen station hab ich statt der ringe in der lippe wieder stecker eingesetzt (auf wunsch des chefarzt, allen anderen war es egal) und in den ohren habe ich während dem dienst plugs getragen. 1. aufgrund von körperlichen angriffen war es mir zu riskant, dass doch mal jemand mein ohr erwischt und 2. wollte ich einfach nicht, dass die kids das sehen.
ich hab allerdings die erfahrung gemacht, dass kinder die piercings weder gar nicht beachten und wenn doch, dass ganze mit ohrringen oder perlen verbinden und die piercings mit vorsicht betrachten/anfassen wollen.
ab juli werd ich auf ner jugendstation arbeiten und bisher hat keiner der dort angestellten etwas bezüglich meiner piercings gesagt. scheine da auf tolerante personen gestoßen zu haben, denn der zivi scheint noch größere tunnel zu haben als ich und auch auf der geschlossenen problemlos damit arbeiten zu können (;
das risiko einen schlag/zug aufs piercings zu bekommen muss man nunmal eingehen, wenn man sich vom piercing nicht trennen will.
Re: Piercings in PflegeberufenBadBabysitter - 2009-06-11 20:55:57 Uhr
also ich fang als bheindertnepfleger an und da ich gar nicht erst nen schlechten eindruck machen wollte, wissen die gar ni dass ch gepierct bin.
mein zungenpiercing kann ich ja während der schicht rausmachen und septum wird einfach reingedreht ;)
und die anderen sind ja nicht so sichtbar!
Re: Piercings in PflegeberufenPferdanrotz - 2009-06-11 23:40:03 Uhr
also ich hatte nie probleme. hab 2004 mein examen gemacht. hab auch eher dezenten schmuck getragen. die patienten sagen da eher wenig zu die sind meist sehr interessiert. klar bestimmte dienstanweisungen gabs auch aba da hat sich keiner dran gehalten. ketten,ringe,uhr etc wurde alles getragen. und zur not, wenn se dir mit ner abmahnung drohn kannst es ja rausnehmen. aba soweit wirds nicht kommen. check erstmal die anderen schwestern/ pfleger aus wie die so rumlaufen.
bis denn dann
Re: Piercings in PflegeberufenLionne - 2009-06-14 13:38:45 Uhr
hey ho...
also ich hab ein gedehntes lobbe, drei "normale" lobbe, ein septum, ein zungenpiericing.
ich abreite im krankenhaus als krankenschwester und muss sagen, keine probleme mit patienten, eher mit einigen kollegen.
ganz klar steht der sicherheitsaspekt bei dem "verbot" ringe in der nase/lippe zu tragen, ganz weit oben! es kommt natürlich auf deinen schmuck an. auch das verletzungsrisiko des patienten ist wichtig und sollte nicht außer acht gelassen werden. deswegen fingernägel kurz halten! dezent ist da meiner ansicht nach die beste methode.
also, lass dich nicht ins boxhorn jagen, was gruselgeschichten über gekündigte mitarbeiter, die gepierct sind angeht!
viel glück bei der ausbildung!
Re: Piercings in Pflegeberufenhaematoemchen - 2009-06-14 15:29:05 Uhr
hey!
ich bin selber Gesundheits- und Krankenpflegerin (das heißt, noch ned ganz - ich mach etz im September Examen *g*) und ich hab auch 'n Nostril, Zunge + Labret (und noch'n paar andere, die man aber ned sieht) und bis etz hat noch nie jemand was schlechtes gesagt! im Gegenteil, eine Patientin (die auch schon über 70 war) hat mich sogar gelobt + gemeint, das sähe sehr schön aus!
außerdem is das schon lang nimmer so krass, wenn eine Krankenschwester gepierct/tattoowiert is, wie früher - ne Kollegin von mir hat sogar nen Stern aufm linken Wangenknochen tattoowiert - sagt auch kein Schwein was!
demnächst hab ich 'n Vorstellungsgespräch wg. Übernahme nachm Examen, da werd ich auch kein Piercing raus tun, schließlich soll mein zukünftiger Chef sehen, wie ich nomalerweise aussehe! und das mit ger Verletzungsgefahr von Patienten oder mir selbst...naja, kann vielleicht mit nem Handweb passieren (aber dann dürften diverse Damen bei uns in der Arbeit auch keine ewig langen, hässlichen Gel-Glitzer-Bling-Bling-Nägel ham :-P ) aber mit nem Madonna/Medusa denk ich, tust Du keinem weh! :D Du arbetest ja ned mitm Gesicht bzw. mitm Mund! ^^
lg
Re: Piercings in PflegeberufenLaeryberry - 2009-06-15 18:00:06 Uhr
wenn das alles mit den piercings nicht so schlimm ist..
wie schauts dann mit tattoos aus?
zb am hals oder den arm?
meint ihr in der altenpflege ist das riskant?
Re: Piercings in Pflegeberufenneedlewitch - 2009-06-16 10:40:13 Uhr
Zitat: "(aber dann dürften diverse Damen bei uns in der Arbeit auch keine ewig langen, hässlichen Gel-Glitzer-Bling-Bling-Nägel ham :-P )"
Das ist ja auch gesetzlich strikt verboten, wenn ein Patient auf die Idee kommt, so ein Haus zu verklagen, hat er alle Trümpfe schon in der Hand...
Re: Piercings in PflegeberufenTweety1801 - 2009-06-17 14:50:34 Uhr
Hey du!
Also ich arbeite als Arzthelferin in einer allgemeinmed. Praxis u mein Chef ist eig sehr tolerant. Aber ich habe ihn vorher gefragt, ob er etwas gegen ein Lippenpiercing einzuwenden hat. Er sagte nur, dass er mir das nicht verbieten kann, aber auch, das er es nicht toll findet. Er sagte mir auch, dass ich mit neg. Meinungen der Patienten rechnen u mich rechtfertigen muss, gerade, weil unsere Praxis auf einem Klostergelände liegt u wir sehr viele Ordensschwestern als Patienten haben! Ich habe es dann trotzdem gemacht u ich muss sagen, das ich wirklich neg. Resonanz bekommen habe von einigen älteren Patienten, die diese Gesellschaft sowieso nicht verstehen und generell gegen tätowierte u gepiercte Menschen einen Greul haben. Aber von den jüngeren habe ich durchweg pos Resonanz bekommen. Ich bin jetzt seit 8 Jahren in der Praxis u die Patienten haben sich daran gewöhnt, auch die Ordensschwestern, manche finden es sogar toll! Ich weiß aber nicht, wie es z.B. in einer Fachpraxis o in einem Krankenhaus ist, wo ständig wechselnder Patientenstamm ist! Bei uns kommen die Patienten seit jahres Jahren u kennen mich sehr gut u wissen das es mir gefällt.
Zur hygienischen Seite muss ich ganz klar sagen, das ein Piercing egal wo es ist, natürlich ein potentieller Infektionsherd ist! Du brauchst nur unbedacht nach einem Patientenkontakt dich an der Stelle jucken u schon hast du den Salat! Muss nicht, kann aber! Da solltest du wirklich aufpassen u regelmäßig deine Hände desinfizieren u aufpassen, das du die Piercings nicht mit "schmutzigen" Händen ansfasst. Auch auf Ringe solltest du verzichten, weil sich darunter ein Bakterienherd ansammeln kann, weil es darunter warm ist u wenn du dir die Hände wäschst, auch feucht u das mögen Bakterien, also Ringe u auch Ketten ausziehen! Aber auch, weil das Desinfektionsmittel die Ringe mit der Zeit ganz häßlich aussehen lässt.
Deinen Chef solltest du aber trotzdem fragen, wegen den Piercings, dann bist du auf allen Fällen auf der richtigen Seite. Du kannst ihm ja sagen, das du dein Septum nach innen machst, damit man es nicht sieht o dein Zungenpiecring mit einer durchsichtigen Kugel o.ä., dann sieht er das du dir über Patientenumgang Gedanken machst u lässt sich vielleicht weich kriegen u du darfst sie drin bzw. draußen lassen!
Ich hoffe ich konnte dir ein paar Tipps geben, damit du keine Probleme bekommst.
LG u alles Gute
Tweety1801
Re: Piercings in PflegeberufenTommyD - 2009-06-18 05:50:54 Uhr
zitat:
"Zur hygienischen Seite muss ich ganz klar sagen, das ein Piercing egal wo es ist, natürlich ein potentieller Infektionsherd ist! Du brauchst nur unbedacht nach einem Patientenkontakt dich an der Stelle jucken u schon hast du den Salat!"
solltest du frische bzw. nicht richtig verheilte piercings meinen, geb ich dir recht.
ansonsten musste ich feststellen, dass die stichkanäle meiner piercings tatsächlich echte, richtige haut gebildet haben. ^^
das dort dann dennoch eine erhöhte infektionsgefahr bestehen soll ist unlogisch.
korrigiert mich, falls ich falsch liege....
Re: Piercings in PflegeberufenTatze-1 - 2009-06-18 16:50:29 Uhr
In dem Stichkanal sammelt sich trotz bester Pflege Schmodder in Kombination mit einen leicht feuchten Klima (kein Stichkanal wird salztrocken sein) netter Nährboden für Bakterien. Wenn dann noch kleine Verletzungen innerhalb des Stichkanals (durch Schmuckwechsel -> Gewinde kann leicht schneiden) oder drumrum dazukommen, dann ist definitiv eine Infektionsgefahr gegeben.
Von daher kann ich es definitiv nicht verstehen, wieso das Pflegevolk es als Eingriff in die Privatsphäre sieht, wenn die Vorschriften, die garantiert nicht aus einer Bierlaune heraus entstanden sind, das Entfernen von Schmuck und Uhren verlangen. Wenn man schon nicht an den Patienten denkt, dann sollte meine eigene Gesundheit vorrangig eines Piercings sein. Es ist nun mal so, daß das Personal im Gesundheitswesen durch die Dauerkontamination mit den verschiedensten Erregern, die die Patienten anschleppen, immuner gegen Infektionen sind als die Patienten.
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